Schießen mit Freunden – Das erste Mal Standaufsicht

Schießen mit Freunden – Das erste Mal Standaufsicht

Vor einer Woche war ich mit Freunden schießen. Diesmal war ich Standaufsicht und habe die zwei Stunden auf dem Schießstand organisiert…

Wie schon im “About Me” erklärt, bin ich begeisterter Sportschütze. Somit war für mich auch klar, dass ich meine Erfahrung und Begeisterung für den Schiesssport mit anderen teilen will und habe deswegen in der Vergangenheit den Lehrgang zur Standaufsicht (gemäß §27 WaffG) gemacht. Vorletztes Wochenende konnte ich dann auch das erste Mal davon Gebrauch machen und habe, auf Wunsch von einem Freund, ein betreutes Schießen organisiert.

Standaufsicht:

Prinzipiell kann jeder auf einen Schießstand gehen und schießen. Jedoch werden einem Leihwaffen und eine Standaufsicht zur Seite gestellt.
Standaufsicht kann man werden, indem man einen Lehrgang absolviert. Ich habe bei meinem Verband einen Kurs zum Schießleiter gemacht. Bei diesem Kurs war die Qualifizierung zur Standaufsicht enthalten. Für viele Schützen- und Schießsportvereine ist es notwendig eine gewisse Anzahl an Standaufsichten zu haben, um vernünftig trainieren zu können. Meistens wird ein Stand angemietet und die verantwortlichen Standaufsichten müssen dem Vermieter schriftlich mitgeteilt werden. Ohne qualifizierte Standaufsicht gibt es keinen Schießbetrieb.
Was man sich die ganze Zeit bewusst machen sollte: Als Aufsichtsperson ist man persönlich haftbar! Auch ist es der Aufsichtsperson untersagt selbst zu schießen, sobald eine andere Person auf dem Stand ist. Allerdings darf man, sofern man allein auf dem Stand ist, selbst schießen.
So nun aber genug zum rechtlichen Hintergrund. Wichtiger ist, welche Waffen geschossen wurden und ob die Leute Spaß hatten ….

Vorbereitung:

Für mich war es sehr wichtig, dass die Leute Spaß am Schießen haben und somit sollte eine gute Vorbereitung für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Die Gruppe bestand aus meiner Ollen, als meine rechte Hand und Aufsicht, vier Kumpels, von denen einer selbst Sportschütze ist, und mir. Wir waren also 3-4 Schützen und 2-3 Aufsichtspersonen.
Mir erschien es sinnvoll einen Stand für zwei Stunden zu mieten. So konnte man zum einen die Kosten in einem normalen Rahmen halten und zum anderen genug Spaß haben, ohne dass die Konzentration zu sehr nachlässt.
Ich habe mit den Teilnehmern dann eine Auswahl aus unserem “Waffenarsenal” herausgesucht. Es sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass wir es zeitlich auch nicht geschafft hätten noch weitere Waffen zu schießen.
Nun gut. Weiter im Text… Termin ausmachen UND einen freien, bezahlbaren(!) Schießstand finden und mieten. Das war die schwerste Aufgabe, da es nur wenige Schießstände gibt. Außerdem ist in den letzten Jahren die Zahl der Schützen stark nach oben gegangen, so dass die Stände stetig ausgebucht sind. Es dauerte deswegen etwas mit der Suche, aber immerhin hat es dann doch noch geklappt.
Nachdem der Termin dann feststand und wir “nur” 6 Wochen Vorlauf hatten, habe ich ein kleines Infoblatt mit den wichtigsten Daten und den vier wichtigsten Sicherheitsregeln erstellt und verteilt. Außerdem konnte ich noch in Ruhe Munition und Scheiben kaufen.

Ablauf des Schießens:

Als verantwortliche Standaufsicht richtete ich, bevor eine Waffe angefasst wurde ein paar mahnende Worte an die Schützen: Sicherheit hat oberste Priorität!
Danach gab es eine kurze Einweisung in den Stand, Fluchtwege und eine kurze Erklärung über den Ablauf:
Wir wollten auf sieben Meter Abstand zu den Zielen mit den Kurzwaffen anfangen. Nachdem jeder genug 9×19, .38spec. und .357mag die Bahn runter geschickt hatte, wurden die Glock 17 und der SW686 sicher verpackt.
Anschließend haben wir den Abstand auf 15m vergrößert. Hier wurden ein paar 12/70 Slugs mit meiner Bockflinte auf die Reise geschickt. Das Grinsen bei einigen Teilnehmern war jetzt deutlich zu sehen. Besonders, als sie die Scheiben mit den riesigen Löchern sahen.
Danach wurde der Abstand ein weiteres Mal vergrößert und es wurden die Langwaffen ausgepackt. Hierbei hatten scheinbar alle am meisten Spaß, da bei den Waffen die meiste Munition durchging. Mein K98 hatte zum Schluss ordentlich Arsenalfett am Vorderschaft ausgeschwitzt.
Eigentlich wollten wir noch sitzend aufgelegt schießen, jedoch war die Zeit schon fast rum. So blieb uns leider nichts anderes übrig als die Waffen abkühlen zu lassen und mit dem Aufräumen anzufangen.

Fazit:

Es hat super geklappt. Alle hatten sehr viel Spaß und wir hatten keine Probleme mit der Sicherheit. Die größtenteils Eins zu Eins Betreuung war optimal. Je nach Erfahrung der Teilnehmer würde ich auch nächstes Mal versuchen wieder eine persönliche Betreuung zu realisieren.
Ich kann nur jedem raten den “Kurs” zur Standaufsicht zu absolvieren und dann mit Freunden ein wenig Spaß auf dem Schießstand zu haben. Zumal man unter Freunden/Bekannten eine recht lockere Atmosphäre hat.

Den nächsten Termin für den Winter werde ich bald in Angriff nehmen.

 

Bilder:

 

Links:

§27 WaffG

 

 

2 Gedanken zu „Schießen mit Freunden – Das erste Mal Standaufsicht

    1. Hey 🙂
      Die zwei linken Waffen gehören nicht mir: HK243 und ein Enfield.
      Dann kommen die von meiner Frau und mir: M48-Yugo Mauser, original 30M1 Carbine von National Postal Meter, russische SKS und ein AR15.
      Bericht zum 30M1 Carbine ist geplant. Die Waffe ist echt super.

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